Schützenfest in Gifhorn

Schützenfest Gifhorn: Die kuriose Regentschaft unserer Rekordmajestät Andreas Erhardt

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 13.06.2022
Schützenfest Gifhorn: Die kuriose Regentschaft unserer Rekordmajestät Andreas Erhardt

Ein Bild für die Gifhorner Geschichtsbücher: Unser Schützenkönig Andreas Erhardt und Hundedame Abby.

Foto: Çağla Canıdar

„Die drei Jahre sind ja dann auch irgendwie vorbeigegangen“, schmunzelt Andreas Erhardt. 2019 machte ihn sein Schuss zu Gifhorns Schützenkönig. Dass er auch drei Jahre später noch immer unsere Majestät genannt wird, hat natürlich etwas mit den Schützenfest-Ausfällen zu tun. Denn eigentlich ist es nicht üblich, dass ein König seinen Titel verteidigen darf – fünf Jahre Sperrfrist gelten nach der Amtszeit. Und so ist der Schütze des 7. Zugs USK der König mit der längsten Regentschaft seit 1950.

„Das war schon kurios“, sagt Andreas Erhardt und spielt darauf an, dass seine Scheibe mit einem riesigen Hecht darauf schon zweimal bei Hendrik Schmolke fertig im Keller lag – und dann doch noch ein weiteres Mal umlackiert werden musste. Kurios trifft allerdings auf diese ganze Regentschaft zu, denn alles war irgendwie so entzerrt und gleichzeitig erstaunlich ereignislos – Corona machte vieles ja unmöglich.

Gern erinnert sich unsere Majestät an den Apfelsinenball, „da sind viele ja nur meinetwegen gekommen“. Eine Ehre sei es gewesen, wie ohnehin die gesamte Regentschaft. Auch das Treffen mit allen Gifhorner Majestäten ist eines dieser Events – eine erlauchte Gesellschaft, bei der rund 30 ehemalige Könige zusammenkommen. Das mache einen schon stolz, sagt Andreas.

Zu seinen besten Erinnerungen gehören auch die Treffen mit KURT-Volontärin Marieke Eichner, einmal begleitete sie unsere Majestät auf einer Angeltour. „Das hat schon Spaß gemacht“, adelt unser König.

Nun freut sich Andreas Erhardt aber auch darüber, dass diese kuriose Regentschaft ein Ende findet. Schließlich möchte er auch mal wieder das Schützenfest in der Reihe seines Zugs genießen. „Als König ist man ja nur unterwegs – hier ein Essen, da eine Bowle“, schmunzelt der 249. Schützenkönig Gifhorns. Und ein großes Dankeschön richtet er an seine Familie, die ihn so tatkräftig unterstützt hat, und an Hendrik Schmolke, der ihm stets mit Rat zur Seite stand.