Stadtgespräch

Gifhorns Bürgermeister fordert schnelleren Impfschutz für ehrenamtliche Einsatzkräfte

Redaktion Veröffentlicht am 21.04.2021
Gifhorns Bürgermeister fordert schnelleren Impfschutz für ehrenamtliche Einsatzkräfte

Die Ersten am Einsatzort doch bislang ohne Impfschutz: Die ehrenamtlichen Hilfskräfte sind erst mit der dritten Priorisierungsgruppe an der Reihe.

Foto: Çağla Canıdar (Archiv)

Bei Einsätzen stehen sie an vorderster Front, zusammen mit Polizei und Rettungskräften. Der entscheidende Unterschied: Die Kollegen des Streifen- und Bereitschaftsdienstes, bestimmte Ermittlungsgruppen und die Angehörigen des Rettungsdienstes sind in der Priorisierungsgruppe 2 und haben mindestens die erste Impfung erhalten. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und anderer Hilfsorganisationen wie dem DRK, sind bei ihren Einsätzen bislang ungeschützt. Da sie erst mit der dritten Priorisierungsgruppe an der Reihe sind, sind sie bei vielen Einsätzen dem vollen Risiko ausgesetzt – das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Gifhorn hervor.

Demnach hält Bürgermeister Matthias Nerlich dies für einen unhaltbaren Zustand. „Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Die Einsatzkräfte unserer Freiwilligen Feuerwehren beispielsweise sind in der Regel die ersten, die an einem Einsatzort ankommen und können sich nicht auf Abstandregeln berufen, vor allem wenn es um die Befreiung von Unfallopfern geht. Dass ausgerechnet die, die sich ehrenamtlich engagieren und uns angeblich so viel wert sind, keine Gleichbehandlung mit den hauptamtlichen Helfern erfahren, finde ich fast schon zynisch“, wird Matthias Nerlich in der Mitteilung zitiert „Viele Einsatzkräfte sind verunsichert und fühlen sich im Stich gelassen. Das demotiviert unsere Leute.“

Damit auch die ehrenamtlichen Helfer schnellst möglich geimpft werden können, will sich Matthias Nerlich sowohl ans Innenministerium wenden als auch die Landtagsabgeordneten ansprechen, damit diese entsprechend Druck machen.