Gifhorner Marktgeschichten

Zu Besuch in Gifhorn - Schwimmenthusiastin Emily will zum Tankumsee

Marieke Eichner Veröffentlicht am 29.07.2020
Zu Besuch in Gifhorn - Schwimmenthusiastin Emily will zum Tankumsee

Michelle Kreutzer, Tochter Emily und Stephan Schwarz aus Aldenhoven bei Aachen genießen ihren Besuch in Gifhorn. Die jüngste Tochter Ella wollte nicht mit aufs Foto, sondern lieber weiter auf dem kleinen Spielplatz toben.

Foto: Marieke Eichner

Mittwoch ist Markttag – und viele Gifhornerinnen und Gifhorner nutzen das schöne Wetter für einen entspannten Stadtbummel. Aber nicht nur die – auch Michelle Kreutzer (31), Stephan Schwarz (33) aus Aldenhoven bei Aachen (Nordrhein-Westfalen) sind in Gifhorns Innenstadt unterwegs. Ihre beiden Töchter Emily (7) und Ella (2) spielen auf dem kleinen Spielplatz mit der bunten Holz-Lokomotive zwischen L’Osteria und Wiertz Genussvoll, während ihre Eltern mit Kinderwagen und Einkaufstüten von Schütte auf der Bank daneben sitzen. Wie geht es ihnen heute – und was verschlägt die Familie eigentlich nach Gifhorn?

„Wir sind wegen ihr hier“, sagt Michelle und deutet auf ein kleines blondes Mädchen, das durch die Holzkonstruktion turnt. „Die Kleine in Rosa. Wir besuchen ihre Patentante.“ Die Kleine in Rosa ist Ella, die Tochter von Stephan und Michelle. Ihre große Schwester Emily hat die Neugierde gepackt und sie kommt zur Bank gelaufen. Sie ergänzt: „Und wegen Theo.“ „Das ist der Sohn von Tante Sofia, das musst du doch dazu sagen“, meint Emilys Mama zu ihr.

Die Familie ist gerne in Gifhorn, erzählt Stephan Kreutzer. „Es ist schön ruhig hier, sauber vor allem. Das sieht zu Hause in Aachen ein bisschen anders aus.“ Er lacht. Da kommt Ella in ihrem rosa Mäntelchen zu ihrer Mama und verlangt: „Mama Eis!“ Das gebe es nachher, verspricht Michelle. Doch Ella lässt nicht locker. „Mama Knäbro!“ Das Knäckebrot haben sie gar nicht mitgenommen, erklärt Michelle ihrer Tochter, „das ist zu Hause.“ Also klettert Ella wieder auf die Holz-Lokomotive.

Ihre große Schwester Emily kommt bald schon in die dritte Klasse, wie sie stolz erzählt. „Und im Sommer werde ich acht“, freut sie sich. „Nächste Woche sogar schon, Emmi“, erinnert sie ihre Mama. Die bald Achtjährige genießt ihre Sommerferien in vollen Zügen – auf Schule hat sie nämlich „gar keinen Bock“, nur die Pausen machen Spaß.

Dann erzählt Emily, dass ihre Klasse aufgeteilt wurde, zum Glück kam sie zusammen mit ihren Freunden in eine Gruppe. „Wir durften uns aussuchen, ob wie die Masken tragen oder nicht. Aber wir durften uns nicht mehr anfassen.“ Sie erklärt, dass sich das Fangen spielen dadurch etwas verkompliziert habe.

„Wir gehen nachher noch zur Eisdiele“, verkündet Emily. Was wie die spontane Idee eines hungrigen Leckermäulchens klingt, ist aber mit den Eltern so verabredet, wie Papa Stephan lachend bestätigt. „Wir bleiben auch noch etwas – bis Freitag“, meint er. „Damit ich noch in den Pool kann“, freut sich Emily. Tante Sofia hat nämlich einen Pool im Garten und die Schwimmbegeisterte wartet nur noch auf wärmeres Wetter, um sich ins kühle Nass zu stürzen.

Natürlich kann sie auch schon schwimmen: „Ich hab sogar schon Bronze“, berichtet Emily stolz. „Ich war die Beste im Schwimmkurs.“ Kein Wunder – in ihrer Freizeit geht sie am liebsten „in die Aquarna“, einem Freizeitbad in Würselen. Da gefallen ihr vor allem die Rutschen.

Emily wartet wirklich ganz sehnsüchtig auf Bade-Wetter, sie will nämlich unbedingt noch im Tankumsee schwimmen. Deswegen wünscht sie sich auch, „dass ganz schönes Wetter jeden Tag ist.“ Ihre Mama Michelle und Papa Stephan hoffen einfach, „dass wir alle gesund bleiben.“

Da ertönt plötzlich das Weinen eines Kindes und Emily ruft: „Mama! Ella ist hingefallen!“ Glücklicherweise versiegen die Tränen, sobald Michelle ihre Tochter auf den Arm nimmt. Ella bekommt trotzdem eine Erdbeere von einem anderen Kind geschenkt. Die freut sich und sagt: „Danke“ und die Welt ist wieder in Ordnung. Ausgelassen toben die Kinder weiter.

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