Stadtgespräch

Sommertour-Tag 6 mit Fotogalerie: Der letzte Trip führt Bürgermeister Matthias Nerlich nach Kästorf

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 01.09.2021
Sommertour-Tag 6 mit Fotogalerie: Der letzte Trip führt Bürgermeister Matthias Nerlich nach Kästorf

Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich (von links) nahm zusammen mit Ortsbürgermeister Jürgen Völke, Hans-Peter Daub, Vorstand Dachstiftung Diakonie, und DKB-Geschäftsführer Jens Severitt die Produktionsstätte der Diakonischen Betriebe Kästorf in Augenschein.

Foto: Michael Uhmeyer

Die diesjährige Sommertour von Gifhorns Bürgermeister hat ein Ende gefunden: Der letzte Trip führte Matthias Nerlich nach Kästorf. Zusammen mit Ortsbürgermeister Jürgen Völke besuchte er die Diakonischen Betriebe Kästorf (DBK) und das Neubaugebiet am Zeisigweg. Nach sechs Terminen im Gifhorner Kerngebiet und den Ortsteilen zieht der Bürgermeister ein positives Fazit: „Es ist immer toll, mit den Ortsbürgermeistern unterwegs zu sein, mit offenen Augen durch die Ortsteile zu gehen und zu schauen, wo wir noch mehr zum Guten verändern können.“

Der erste Halt des Tages lautete die Diakonie. Hans-Peter Daub, Vorstand der Dachstiftung Diakonie, sammelte Matthias Nerlich und Jürgen Völke ein, zusammen radelten sie auf die andere Straßenseite vor die Tore der Diakonischen Betriebe Kästorf. Begrüßt wurden die drei hier von Jens Severitt, dem Geschäftsführer des gemeinnützigen Dienstleistungsunternehmens, der sie auf einen Rundgang durch die Fertigungshallen, Lager und die KFZ-Werkstatt nahm – ein großes, verzweigtes Gelände, das von Sanitär über Elektronik bis hin zur Pflege von Grünanlagen etliche Bereiche unter einem Dach versammelt.

In den Diakonischen Betrieben arbeiten Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten oder mit einer psychischen Erkrankung, sie werden qualifiziert und ausgebildet. Sie sind unter anderem Zulieferer für Volkswagen. „Wir wissen alle, was die Arbeit Menschen gibt, nämlich Eigenständigkeit“, war Gifhorns Bürgermeister fasziniert. Zum Anderen fasziniere ihn, welch große soziale Aufgabe die DBK erfüllen würde. Ortsbürgermeister Jürgen Völke schloss sich dem an: „Die Diakonie ist in Kästorf der größte Arbeitgeber, also ist das für uns auch eine Herzensangelegenheit.“

Im Anschluss setzten sich die beiden Bürgermeister auf ihre Fahrräder und radelten in den zwei Kilometer entfernten Zeisigweg. Die Planung der neuen Straße inklusive Wohngebiet startete 2017, inzwischen haben sich einige Familien den Traum von einem neuen Eigenheim erfüllen können. Teil des Quartiers ist auch ein sozialer Wohnungsbau für mehrere Parteien. „Es gibt Bedarf an kleineren Wohnungen – sowohl für Singles als auch für Familien. Man braucht für das Miteinander und den Austausch in diesen Quartieren immer beides“, so der Bürgermeister, der mit einigen Kästorferinnen und Kästorf ins Gespräch kam.

So konnte Matthias Nerlich schlussendlich voller Freude Bilanz ziehen: „Ich nehme immer viel Inspiration, aber auch Probleme mit ins Rathaus zurück.“ Besonders am Herzen liegen dem Bürgermeister die Besuche von sozialen Einrichtungen wie der Gifhorner Tafel. „Um den Leuten zu sagen, wie wichtig sie für unsere Stadt sind. Sie verdienen Respekt und Anerkennung.“