Krisenhilfe

Oldtimer-Freunde Dalldorf Classic und MFC Salzgitter überbringen 11.100-Euro-Spende in Hochwasser-Katastrophengebiet

Redaktion Veröffentlicht am 21.08.2021
Oldtimer-Freunde Dalldorf Classic und MFC Salzgitter überbringen 11.100-Euro-Spende in Hochwasser-Katastrophengebiet

Der Oldtimer-Club Dalldorf Classics brachte Spenden nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Foto: Privat

Ein Tag, den sie wohl nie vergessen werden: Die Oldtimer-Freunde Dalldorf Classic reisten zusammen mit dem Motorflug-Club Salzgitter (MFC) in die rheinland-pfälzische Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, ein Ort, der besonders hart von der Hochwasser-Katastrophe im Juli betroffen ist. Insgesamt 11.100 Euro spendeten sie zwei Familien, um beim Wiederaufbau zu helfen.

Karsten Krause und Rolf Hoyer von den Oldtimer-Freunden und die Vorstandsmitglieder des MFC flogen nach Bonn-Hangelar, die Reise-, Flug- und Spritkosten wurden von den Überbringern selbst übernommen. Vor Ort trafen sie auf Dr. Bernhard Stölzle, der in Bad Neuenahr-Ahrweiler Gynäkologe ist. „Wir wurden dann durch den Ort gefahren, durch eine erschüttternde Kulisse“, schildert Karsten Krause. „So muss es nach dem Krieg ausgesehen haben.“

Der Weg durch Trümmer, Schutt und Schlamm führte sie zuerst zu Brigitte Stratmann. Als die Wassermassen kamen, musste sie auf der einen Seite der Stahltür im Heizungskeller miterleben, wie ihr Mann auf der anderen Seite ertrank. Anschließend trafen die Spender die junge Familie Angerer, die mit ihrem 3-jährigen Kind und ihrem fünf Monate alten Säugling mitanschauen mussten, wie ihr gerade gegründetes Heim zerstört wurde. „Es war eine verstörende Tour“, erklärt Karsten Krause.

Die Dalldorf Classic brachten mit der Dorfgemeinschaft Dalldorf 8100 Euro auf, der MFC steuerte mit vielen Einzelspenden weitere 3000 Euro dazu. „Wir, die dort gewesen sind, sind uns sicher, dass die Spenden eins zu eins an den richtigen Stellen angekommen sind“, versichert Karsten Krause von den Oldtimer-Freunden. So konnten jeder Partei zu „höchster Freude“, wie er sagt, 5.500 Euro übergeben werden.

Was bleibt, sind die Geschichten und Bilder vor Ort. Aber auch die Hoffnung und der Zusammenhalt.