KURT vor Ort

Da guckt ein Holztürblatt aus dem Auto - 67 Vergehen bei Polizei-Großkontrolle auf der B188

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 14.09.2020
Da guckt ein Holztürblatt aus dem Auto - 67 Vergehen bei Polizei-Großkontrolle auf der B188

Polizeikommissar Jan Richter bei der Großkontrolle an der B188.

Foto: Çağla Canıdar

Insgesamt 67 Vergehen stellte die Gifhorner Polizei bei ihrer Großkontrolle am Montag auf der B188 zwischen der Ausfahrt Richtung Neubokel bis zum Morada-Hotel Isetal fest. Zwei Kontroll-Teams und ein Radarwagen waren dafür im Einsatz. Das Hauptziel sei die Ermittlung der Geschwindigkeit zur Minimierung von Verkehrsunfällen, schilderte Polizeikommissar Jan Richter am Einsatzort. „Erfreulicherweise wurden keine Straftaten festgestellt.“ Mit Highspeed war ein 52-jähriger Sassenburger in seinem Volkswagen unterwegs, der in der 70er-Zone mehr als 40 Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho hatte. Das Ergebnis: 160 Euro Strafe, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Von 8 bis 15.30 Uhr unternahmen acht Polizeibeamte die Kontrollen. Elf Personen leisteten sich laut Polizeibericht sogenannte Gurt-Verstöße, zehn Personen hatten ihre Finger am Handy, 35 Personen wurden mit Geschwindigkeitsverstößen herausgezogen, weitere zehn mit sonstigen Auffälligkeiten. Einem PKW, der ein Holztürblatt transportierte, wurde laut Polizei wegen mangelhafter Ladungssicherung die Weiterfahrt untersagt. „Wir ziehen am Ende aber eine positive Bilanz“, resümierte Polizeikommissar Jan Richter.

Grund für die Großkontrollen, die in diesem Rahmen vier bis acht mal pro Jahr stattfinden, waren die bisherigen Unfälle auf der B188-Strecke gewesen: Im 1. Halbjahr hatte die Polizei Gifhorn 35 Vorfälle verzeichnet, 18 davon allerdings wegen Wildwechsel. Dabei trugen elf Personen leichte Verletzungen davon. Die B188 wird täglich von circa 12.000 PKW befahren. Die Großkontrollen sollten damit auch Aufschluss darüber geben, ob die Vorarbeit durch vorangegangene Kontrollen gefruchtet habe und die Raser das Tempo zügeln würden.