Kultur (Anzeige)
Wir bringen Kultur in die ganze Stadt Gifhorn: Der Vorstand des Kulturvereins erklärt seine Pläne zum 80-jährigen Bestehen
Redaktion Veröffentlicht am 05.03.2026
80 Jahre Kulturverein: Schatzmeister Andreas Waßmer (von links), Vorsitzender Dr. Klaus Meister, Stellvertreterin Johanna Gabrisch und Kulturmanagerin Karina Müller möchten mit dem Publikum feiern.
Foto: Martin A. Seth
„Es ist nicht nur ein Jubeljahr, es ist auch ein Arbeitsjahr“, kündigt der Vorsitzende Dr. Klaus Meister zum 80-jährigen Bestehen des Kulturvereins Gifhorn an. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Johanna Gabrisch und Karina Müller, Kulturmanagerin, stand er unserem Redaktionsleiter Malte Schönfeld Rede und Antwort. Im KURT-Interview ging‘s um die besondere Kraft der Kunst, ein starkes Netzwerk und lohnenswerte Abos.
Was sind die Glanzlichter 2026?
Johanna: Am 25. April laden wir unsere Mitglieder, Abonnentinnen, Förderer und Sponsoren zu einem Konzert ein. Wir möchten Dankbarkeit für die Wertschätzung unserer Arbeit zum Ausdruck bringen. Unsere Mitglieder dürfen sich außerdem am Altstadtfest-Samstag auf ein Überraschungskonzert – vor dem Jazzkonzert der Saratoga Seven – und Mitgliederfest im Kavalierhausgarten freuen. Und am 5. September begrüßen wir zum Jubiläumskonzert im Rittersaal das herausragende Klavierduo Kim & Hanssen.
Und was hat es mit dem Fotowettbewerb auf sich?
Johanna: Hierbei rufen wir unter unserem Motto „Kultur verbindet“ einen offenen Fotowettbewerb aus. Alle Interessierten dürfen bis 15. September bis zu drei ausdrucksstarke Vorschläge einreichen, die zeigen, wie Menschen, Perspektiven und Kulturen zusammengeführt werden – gerne mit Gifhorn-Bezug. Zu gewinnen sind Gutscheine für unsere Veranstaltungen in Höhe von 150, 100 und 50 Euro.
Und das Beste: Ab 29. Oktober zeigen wir die schönsten Einsendungen bei uns im Kavalierhaus in einer eigenen Ausstellung.
Euer diesjähriges Motto lautet: Kultur verbindet. Welche Kraft haben Kunst und Kultur, die Politik und Wirtschaft nicht haben?
Klaus: Kultur und Kunst rufen Emotionen hervor. Sie können in uns etwas verändern, ohne dass wir lange darüber zu reden bräuchten. Die Kunst kann widersprüchlich und unbequem sein, sie darf Fragen stellen, ohne Antworten geben zu müssen, während die Politik klare Positionen braucht und die Wirtschaft klare Ziele.
Karina: Als Kulturverein haben wir eine Agenda und Haltung. Wir wollen Demokratiebildung und Vielfalt fördern. Wir werden uns nicht politischen Programmen anbiedern, um Förderungen zu erhalten.
Das Duo Eisel und Deda trat jüngst doppelt im Rittersaal auf, abends für das Kulturverein-Publikum, tagsüber kostenfrei für Gifhorner Schüler.
Foto: Martin A. Seth

Als Kulturverein stehen wir dafür, Räume für Kommunikation zu öffnen und einen Gegenpol zur Anti-Demokratie zu schaffen, um Menschen zu verbinden – zum Beispiel mit der Kulturtafel, einer Kooperation mit der Tafel Gifhorn, bei der Klient:innen kostenfrei an Karten kommen. Deswegen laden wir auch gerne Musiker ein, wie das brillante Duo Helmut Eisel und Nino Deda, die für Gifhorner Schüler:innen kostenfreie Konzerte gespielt haben und in Gesprächen als Botschafter für kulturelle Vielfalt und Zusammenleben eingetreten sind.
Wird sich im Laufe des Jahres noch an den Abos etwas ändern?
Klaus: Nein, da bleibt alles beim Alten. 50 Veranstaltungen pro Jahr in acht Programmlinien zu sehr günstigen Preisen – damit sind wir sehr gut aufgestellt. Unsere Saison läuft noch bis Ende des Jahres. Das Wahl-Abo ab vier Veranstaltungen für noch zwölf Termine bis Ende 2026 lohnt sich. Mitgliedervergünstigungen kommen natürlich noch obendrauf.
Wie muss denn ein Kulturangebot heute aussehen, um zu begeistern?
Johanna: Unser Anspruch ist, Traditionen zu pflegen, aber auch neue Formate auszuprobieren. „Gifhorn slammt!“, unser literarischer Contest im Poetry-Slam-Style, hat super eingeschlagen, gerade bei jüngeren Besuchern. Und auch der Literaturclub ist da als neue Sparte zu nennen.
Klaus: Wir wollen die Geschmäcker unseres Publikums treffen, was durchschnittlich in seiner zweiten Lebenshälfte ist. Gleichwohl unterstützen wir Jugendveranstaltungen und arbeiten etwa mit der Kreismusikschule und der Gifhorner Stadtbücherei zusammen.
Mehr noch als zuvor wollen wir unser Publikum einbinden. Wir bringen die Kultur in die ganze Stadt. Wir vernetzen uns immer mehr. Besser als bisher erreichen wir unsere Mitglieder über die Website, Social Media und den Newsletter. Das alles ebnet den Weg, um Begeisterung auszulösen. Und für diese Treue möchten wir uns bei allen bedanken, die uns gewogen sind.