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Südafrika, here we go: Team des Gifhorner Frauenhauses unternimmt Austausch und führt online Reisetagebuch

Redaktion Veröffentlicht am 12.05.2026
Südafrika, here we go: Team des Gifhorner Frauenhauses unternimmt Austausch und führt online Reisetagebuch

Kaja Reiche (von links), Leiterin Ulla Evers und Mia Warnecke aus dem Frauenhaus Gifhorn kooperieren mit einer südafrikanischen Initiative, um den Schutz für Frauen global zu organisieren.

Foto: Privat

Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem und der Schutz von Betroffenen braucht internationale Solidarität. Das Frauenhaus Gifhorn geht deshalb neue Wege: Gemeinsam mit der St. Matthews Evangelical Lutheran Church startet es eine Projektpartnerschaft, die den Gewaltschutz für Frauen und Kinder in Südafrika stärken soll. Am 14. Mai fliegen die drei Gifhorner Kolleginnen Ulla Evers, Mia Warnecke und Kaja Reiche für neun Tage zum Austausch. Was cool ist: Das Reisetagebuch kann unter caritas-gifhorn.de sowie auf Instagram unter @frauenhausgifhorn verfolgt werden. 

„Wir wollen voneinander lernen, über Grenzen hinweg“, sagt Ulla Evers, Leitern des Frauenhauses Gifhorn. „In Südafrika ist der Gewaltschutz eng mit gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen verknüpft. Diese Perspektive eröffnet auch für unsere Arbeit in Deutschland neue Blickwinkel.“

Die Kooperation entstand auf Initiative des Niedersächsischen Sozialministeriums und ist Teil der offiziellen Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der südafrikanischen Provinz Eastern Cape. Diese wurde 1995 gegründet, um nach dem Ende der Apartheid demokratische Strukturen zu fördern. Heute steht der gegenseitige Austausch im Bereich Bildung, Kultur, Jugend und nun auch Gewaltschutz im Mittelpunkt der Partnerschaft.

Im Jahr 2025 fanden erste Online-Treffen zwischen den Partnerinnen statt, begleitet von Inge Steffens, der Repräsentantin des Landes Niedersachsen im Eastern Cape. Es wurde nach gemeinsamen Fragestellungen gesucht, die eine Projektpartnerschaft nachhaltig beschäftigt. Nach erfolgreicher Antragstellung wurden Anfang 2026 Fördermittel bewilligt, um persönliche Begegnungen zu ermöglichen. Im Mai reisen die drei Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Gifhorn nach Südafrika, im September folgen Gegenbesuche von Dr. Lesley Ann Foster und Joe Jongolo in Gifhorn.

Unter dem Motto „Feel the People“ steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Projektpartnerinnen wollen vor Ort erleben, wie Gewaltschutzarbeit in unterschiedlichen Kontexten funktioniert, Betroffenen zuhören und neue, gemeinsame Wege entwickeln. Ulla Evers beschreibt die Motivation so: „Wir sind überzeugt davon, dass internationale Erfahrungen unsere Arbeit bereichern. Trotz eines gut ausgebauten Hilfesystems in Deutschland gibt es blinde Flecken, die durch solche Partnerschaften sichtbar werden können.“ 

Reisetagebuch verfolgen:
caritas-gifhorn.de/projekte/suedafrika


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