Archäologie
Seit Jahrtausenden machen Kleider Leute: Vortrag im Rahmen der Geschichtswerkstatt am 29. September klärt über Mode auf
Redaktion Veröffentlicht am 24.09.2026
Bei einer Ausgrabung bei Radenbeck fanden sich ganze Flachsbündel.
Foto: Ingo Eichfeld
Kleidung ist viel mehr als nur Schutz vor Kälte, Regen oder Sonne. Seit Jahrtausenden verrät sie etwas darüber, wer Menschen sind, welcher Gemeinschaft sie angehören und welchen Platz sie in ihr einnehmen. Doch ausgerechnet dieses Stück Kulturgeschichte hinterlässt im Boden nur selten Spuren: Stoffe, Leder und Fell vergehen – die archäologische Spurensuche ist knifflig.
In der Gifhorner Geschichtswerkstatt zeigt Kreis- und Stadtarchäologe Dr. Ingo Eichfeld jetzt, was sich trotzdem über die Kleidung unserer Ahnen herausfinden lässt. Spätestens seit der Jungsteinzeit, die in unserer Region im 5. Jahrtausend vor Christus begann, wurden Stoffe in größerem Umfang hergestellt: Schafe lieferten Wolle, aus Flachs entstand Leinen, Tierhäute wurden zu Leder und Fell verarbeitet.
Funde aus dem Landkreis Gifhorn und dem Braunschweiger Land erzählen nicht nur von Materialien und Techniken. Sie zeigen auch, wie sich die Herstellung von Kleidung verfeinerte und welches Handwerk sich dahinter entwickelte. Archäologe Eichfeld erklärt, unter welchen Bedingungen Textilien, Fell und Leder überhaupt die Zeiten überdauern können – und was diese seltenen Zeugnisse über Arbeit, Alltag und Gesellschaft vergangener Zeiten verraten.
Dienstag, 29. September, 19 Uhr
Eiskeller, Lindenstraße 21, Gifhorn
Eintritt frei