Politsatire

Kanzlerduell der Herzen in der Stadthalle Gifhorn: KURT fragt nach, Gregor Gysi und Martin Sonneborn antworten

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 17.03.2026
Kanzlerduell der Herzen in der Stadthalle Gifhorn: KURT fragt nach, Gregor Gysi und Martin Sonneborn antworten

Martin Sonneborn (links) und Gregor Gysi kommen im Juli für das „Kanzlerduell der Herzen“ in die Gifhorner Stadthalle.

Foto: Joachim Gern

Als der französische Präsident Emmanuel Macron beim Weltwirtschaftsforum plötzlich mit schweinecooler Pilotenbrille auftauchte, fürchteten viele Ballermänner der US Air Force um ihre Cockpits. Im Schweizer Davos traf sich wieder alles, was Rang und Namen hatte und bereit ist, die Welt zu zerstören. So weit, so gewohnt. Vielleicht findet große Politikunterhaltung inzwischen anderswo statt – etwa in Gifhorns Stadthalle, wenn am 15. Juli Gregor Gysi (Die Linke) und Martin Sonneborn (Die PARTEI) zum „Kanzlerduell der Herzen“ erscheinen. Zur Vorbereitung stellte KURT ihnen drei heiße Fragen.

3 Fragen an Gregor Gysi

Was ist der größte Fehler der deutschen Politik im 21. Jahrhundert gewesen? Und was der größte Erfolg?

Gysi: Die Tatsache, dass von der Bundesregierung weder beim Krieg Russlands gegen die Ukraine noch beim Krieg im Gaza-Streifen eine Initiative für einen Waffenstillstand ausging.

Der größte Erfolg bestand darin, dass durch die SPD, die Grünen und die Linken verhindert wurde, dass ein Gesetz, das nur mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit im Bundestag erlangen konnte, trotzdem nicht verabschiedet wurde.

Lohnt es sich, in Deutschland politische Forderungen zu stellen, wenn man weiß, dass man keine Lobby hat?

Gysi: Selbstverständlich lohnt es sich, denn es gibt viele Abgeordnete, die sich gegen Lobbyismus stellen.

Wie erklären Sie, dass Politiker:innen Authentizität für die höchste Währung in der medialen Kommunikation halten, doch wirken wie Roboter?

Gysi: Das liegt an den Politikerinnen und Politikern und den Journalistinnen und den Journalisten. Die ersten benutzen Standardsätze und die zweiten lassen in der Regel keine Antwort zu, die länger als eine Minute und 30 Sekunden dauert. Außerdem stellen sie zu selten Nachfragen.

3 Fragen an Martin Sonneborn

Was kann Brüssel von der Provinz lernen?

Sonneborn: Wie man bei Ihnen im Schweinebauernland mit praktisch Nichts glücklich und friedlich leben kann.

Abschwächung des Green Deals, Kotau vor Trump, Erosion der Industrie – warum reagiert die EU auf eine multipolare Weltordnung noch immer mit Hasenfüßigkeit?

Sonneborn: Das liegt an Kommissionspräsidentin von der Leyen und EVP-Chef Manfred Weber. Wir haben in der EU leider einen eklatanten Fachkräftemangel in hohen politischen Ämtern. In Deutschland natürlich auch: Merz, Spahn, Klingbeil...

Wann kriegt Deutschland endlich den Atomkoffer der EU überreicht?

Sonneborn: Eigentlich haben wir aus Spaß vor der letzten EU-Wahl eine deutsche Atombombe gefordert. Wir wollten einmal die ersten sein... Aber wir hätten nie geahnt, dass ausgerechnet Katarina Barley von der SPD und Joschka „Arschloch“ Fischer von den Grünen diese Forderung aufgreifen. Jetzt fordern wir als nächstes eine Bierpreisbremse und hoffen, dass sie auch dort nachziehen.

Gysi vs. Sonneborn – Kanzlerduell der Herzen
Mittwoch, 15. Juli
20 Uhr, Stadthalle
Schützenplatz 2, Gifhorn
Vorverkauf: ab 34,75 Euro


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