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Die Dürre macht Sorgen, das Erntefest bleibt: Kästorf setzt auf großen Zusammenhalt, Umzug, Gottesdienst und Kinderprogramm

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 10.09.2026
Die Dürre macht Sorgen, das Erntefest bleibt: Kästorf setzt auf großen Zusammenhalt, Umzug, Gottesdienst und Kinderprogramm

Aufwendig geschmückte Wagen und Trecker, der beliebte Open-Air-Gottesdienst der Epiphanias-Gemeinde und das unterhaltsame Kinderangebot – das Erntefest in Kästorf begeistert alle Generationen.

Foto: Privat

Wenn der Spätsommer die Felder in malerisch goldene Farben taucht, ist in Kästorf klar: Bald steigt wieder das traditionelle Erntefest. Diesmal ist es am Sonntag, 13. September, so weit. Für das engagierte Organisationsteam um Felix Bock, Carolin Aubrecht, Felien Düsterhöft, Nils Engelhard, Carolin Germer, Annemarie Jakobs, Thomas Meister und Annemarie Single-Fehlhaber steht die Vorfreude längst an erster Stelle: „Wir freuen uns schon sehr, allen einen schönen Feiertag im Dorf zu ermöglichen“, betont Mitorganisator Nils Engelhard. Ab 11 Uhr wird hoffentlich bei bestem Wetter gefeiert.

Ein Bestandteil der Feierlichkeiten ist und bleibt der große, bunte Festumzug, zu dem das Team auch ausdrücklich Teilnehmer aus den umliegenden Ortschaften einlädt. Dabei muss es keineswegs immer der klassische Traktor samt Erntewagen sein. „Auch liebevoll geschmückte Autos sind herzlich willkommen mitzufahren“, ermuntert Felix Bock. Ein festes Motto gibt es nicht, auch wenn ein kreativer Bezug zu Ernte, Natur und Landwirtschaft natürlich besonders gern gesehen ist. Auch die benachbarten Ortsräte wurden bereits eingeladen, um gemeinsam mit den Kästorfern zu feiern.

Der Festtag beginnt besinnlich unter freiem Himmel: Der traditionelle Freiluft-Gottesdienst mit Pastorin Angelika Meyerdierks von der Epiphanias-Gemeinde ist ein fester Programmpunkt. Für gemütliche Sitzgelegenheiten sorgt in bewährter Manier die Freiwillige Feuerwehr.

Besonderen Wert legt das Organisationsteam darauf, dass das Erntefest ein Fest für alle wird. Eine riesige Fußball-Dart-Scheibe fordert die Treffsicherheit heraus. Dazu dreht sich das beliebte Glücksrad der Feuerwehr, und beim Kinderschminken verwandeln sich die Kids in Löwe, Schmetterling und Erntefee.

Wer arbeitet, der muss auch feiern. Das ist die einleuchtende Idee hinter dem Erntefest, eine der ältesten und beliebtesten Traditionen in Kästorf.

Foto: Privat

„In unserem Dorf steckt Charakter. Uns macht der Zusammenhalt aus“, schwärmt Felix Bock. Alle Vereine ziehen an einem Strang. Ob Sportverein, Schützenverein oder Reitverein – Kuchentheke und Bierwagen werden gewissenhaft betreut.

Dabei blicken die Landwirte auf ein arbeitsreiches und forderndes Jahr zurück. Die Ernte gestalte sich regional unterschiedlich, aber eher schwierig, so Felix Bock. Vor allem die Kombination aus Dürrestrecken und hohen Betriebskosten verlangt den

Betrieben einiges ab. „Wenn es heiß und lange trocken ist, müssen die Felder intensiv bewässert werden, um Erträge zu sichern – und die Aggregate laufen nun mal mit Diesel“, erklärt er die Belastung durch die hohen Kraftstoffpreise, während die Erzeugerpreise kaum Schritt halten würden. Umso wichtiger sei das Erntefest, um die Kästorfer Gemeinschaft zu stärken.

Ansprechpartner:
Felix Bock, Tel. 0151-14117320

Erntefest in Kästorf:
Sonntag, 13. September, ab 11 Uhr
Schützenplatz unter den Eichen
Wilscher Straße, Kästorf


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