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Mehr modern, weniger starr - Der Gifhorner Kreissportbund wird fortan von drei Vorstandsvorsitzenden geführt

Jens Neumann Veröffentlicht am 22.10.2021
Mehr modern, weniger starr - Der Gifhorner Kreissportbund wird fortan von drei Vorstandsvorsitzenden geführt

Eine volle Bühne: Der Kreissportbund-Vorstand wird zukünftig auf die Schultern von drei Personen verteilt. Weitere Aufgaben übernehmen die gewählten Hauptausschuss-Mitglieder.

Foto: Jens Neumann/regios24

Der Kreissporttag des Kreissportbundes (KSB) Gifhorn wird alle zwei Jahre abgehalten. „In diesem Jahr haben wir aber gleich drei Jahre aufzuarbeiten“, sagte Vorsitzender Hans-Herbert Böhme, als er die Anwesenden in der Mensa der IGS Sassenburg begrüßte – zur Jubiläumsauflage im Jubiläumsjahr. Schließlich war es der 25. Kreissporttag im Jahr des 75-jährigen Bestehens.

Und dieser brachte eine gravierende Veränderung mit sich: Der Vorstand hat künftig mehr als nur ein Gesicht an der Spitze. Mit Hans-Herbert Böhme, Birte Kallweit und Can Özcan, der neu ins Team gewählt wurde, geben ab sofort gleich drei gleichberechtigte Vorsitzende dem KSB ihr Gesicht. Möglich machte dies eine Satzungsänderung, die vor den Neuwahlen – ebenso einstimmig – beschlossen worden war. Geschäftsführer Martin Roth erklärte hierzu: „Die Vorsitzenden agieren alle auf einer Ebene. Und sie stellen sich nicht mehr nach Handlungsfeldern, sondern nach Themen auf.“

Der Vorschlag, den Posten des Vorsitzenden auf mehrere Schultern zu verteilen, kam vom bisher alleinigen 1. Vorsitzenden. „Wir haben uns Sorgen gemacht, dass wir auf Dauer nicht genügend Menschen finden, die da mitmachen wollen. Also wollen wir die Vorstandsarbeit moderner gestalten und nicht nach starren Vorgaben“, so Hans-Herbert Böhme.

Drei Kandidaten standen zur Wahl für die maximal vier Posten des Vorsitzenden – und Hans-Herbert Böhme, Birte Kallweit und Can Özcan wurden allesamt einstimmig gewählt. „Ich bin glücklich und freue mich, so eine Riege hier zu sehen“, sagte der ehemalige KSB-Vorsitzende Werner Riedel nach der Wahl mit Blick auf das neue Vorstandsteam.

Doch zurück zu den Neuerungen: Unter anderem wurde die Satzung in der Hinsicht geändert, dass der Hauptausschuss aus sechs Vereinsvertretern besteht, die alle zwei Jahre gewählt und nicht mehr gelost werden: Bernd Roleder (TuS Müden), Eckhard Meyer (VfL Knesebeck), Erich Jendrischeck (MTV Stöcken), Uwe Fredrich (TSV Bergfeld), Martina Genzler (VfR Wilsche-Neubokel) und Oliver Rautenberg (TSV Meine) wurden in den Hauptausschuss gewählt.

Zudem können die Vereine künftig zu den Kreissporttagen zwar mehrere Vertreter schicken, die Delegierten-Stimmen der Vereine sind aber geschlossen abzugeben. „Wir gehen davon aus, dass die Delegierten als Verein mit einer Stimme sprechen“, sagte Martin Roth.