Mobilität

Ich fühle mich täglich wie ein Kind an Heiligabend: Maik Politz und Politz-Autoteile laden am 2. Juli zum Tag der offenen Tür ein

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 24.06.2022
Ich fühle mich täglich wie ein Kind an Heiligabend: Maik Politz und Politz-Autoteile laden am 2. Juli zum Tag der offenen Tür ein

Ein Team, auf das Politz-Autoteile-Chef Maik Politz (2. von links) stolz ist: Tochter Marie Politz, Thomas Salge, Guido Schulze, Heinz-Dieter Heine, Jan Hintz, Marcel Schröder und Maik Matthesius.

Foto: Michael Uhmeyer

Was in einer Garage begann, hat sich inzwischen auf ein Gelände von 3000 Quadratmetern ausgeweitet. Expansion nennt man das – und mit der ist Maik Politz ausgesprochen glücklich. Der Inhaber von Politz-Autoteile ist mit seiner Firma im Mai in das Gewerbegebiet Wahrenholz gezogen. Es ist der nächste logische Schritt nach dem bemerkenswerten Geschäftsaufstieg der vergangenen Jahre. Politz-Autoteile beliefert die großen Werkstätten im Umkreis von 50 Kilometern – und der Chef lädt alle Interessierten zum Tag der offenen Tür am 2. Juli ein, um sein Unternehmen vorzustellen.

Wenn Maik Politz über das neue Gelände, das Lager, die Büroräume spricht, hört man ganz viel Stolz heraus. „Wir haben hier eine Qualität, die ist Champions League“, sagt er. „Der Standort repräsentiert uns als Unternehmen.“ Gern spricht er auch über die Planungen der nächsten Jahre, was noch alles folgen soll. Doch bevor man die Entwicklungen der Zukunft besprechen möchte, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.

1998 arbeitet Maik Politz bei einem Gifhorner Unternehmen für Autoteile und Zubehör. Es läuft gut, sehr gut sogar, die Kunden vertrauen dem Kenner. Der KFZ-Mechaniker weiß, dass es einen Unterschied zwischen dem Einbauen von Autoteilen in der Werkstatt und dem Definieren von Autoteilen am Rechner gibt. Ist ein spezielles Teil gefragt, kann Maik Politz helfen. Er beliefert außerdem die Werkstätten der Umgebung, geht die sogenannte Extra-Mile, wie man sagt.

Doch da war auch die Idee der Selbständigkeit. Die reifte bereits früher, nachdem er bei der Bundeswehr fertig war. „Schon da war mir klar, dass ich was Eigenes schaffen möchte, ein großes Geschäft aufmachen möchte“, erzählt Maik Politz. Sein Motto: „Der Schöpfer hat mir gesagt: Ich schenke Dir das Leben – dann mach aber auch was draus“, schmunzelt er.

Diesen Leitspruch nimmt sich Maik Politz zu Herzen – und startet Politz-Autoteile in der Garage seiner Eltern. Seine Utensilien: ein Laptop, ein Handy und die zahlreichen Kontakte aus der Branche. Klingt wie eine Gründer-Story aus dem Silicon Valley. Als dann die ehemalige Post in Wahrenholz 2006 aus ihrem Laden geht, findet der erste Umzug statt. Mit einem Verkäufer und zwei Fahrern hat Maik Politz nun auch das erste Mal Mitarbeiter. Sie versorgen die Kundinnen und Kunden unter anderem mit Stoßdämpfern, Bremsen und Auspuffen – „alles, was man beim TÜV braucht“, fasst der Chef zusammen.

So groß, da braucht es jemanden, der sich auskennt: Politz-Mitarbeiter Thomas Salge im Lager.

Foto: Michael Uhmeyer

Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist die Investition in eine leistungsfähige EDV. Das geschieht 2013. Software und Hardware werden gekoppelt, die aktuellen Bestände, Warenausgaben und Neubestellungen effizient erfasst. „Die Kosten waren damals da“, gibt Maik Politz zu. Doch wenn man sich vergrößern möchte, „braucht man Willen und Überzeugung“, ist er sicher. Der Deal geht auf – Politz-Autoteile macht sich einen Namen. Von nun an scheinen dem Wachstum keine Grenzen mehr gesetzt zu sein.

Springen wir in die Gegenwart: Maik Politz und seine Firma sind nun weder in einer kleinen Garage noch in einem Geschäft in der Größenordnung eines Tante-Emma-Ladens heimisch. Der Inhaber hat groß gedacht, geländegroß. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren viele Standorte angeschaut“, verrät Maik Politz. Am Ende ist es das neue Gewerbegebiet in Wahrenholz geworden.
2020 starteten die Bauarbeiten auf dem 3200-Quadratmeter-Areal, das Politz-Autoteile nun sein fertiges Zuhause nennt. Ein Großteil der Fläche ist für das Lager reserviert, hier finden sich zwischen 10.000 und 12.000 Teile in Regalreihen, die schon mal gut und gerne 220 Meter lang werden können. Das Lager ist vollautomatisiert und führt einen Mindestbestand, der exakt auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist. Verlässt ein Teil das Lager, wird es direkt nachbestellt. An das Lager angeschlossen ist dazu eine Nachtexpress-Schleuse für die Lieferanten, obendrein die Büroräume und die Schulungsräume. „Wir bilden ständig weiter“, bekräftigt Maik Politz. Eine Firma im steten Wandel, ohne ihr Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren – das Beliefern von Großwerkstätten. Dass Maik Politz in Wahrenholz geblieben ist, kommt nicht von ungefähr. „Ich fühle mich hier wohl, es herrscht ein toller Zusammenhalt.“ Und wenn der Unternehmer am Wochenende einen Ausgleich sucht, findet er den auf dem Sportplatz des VfL Wahrenholz. Der Fußball-Bezirksligist steht kurz vor dem ersten Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte – und auf diesem Weg begleitete Politz-Autoteile den Verein als Sponsor jahrelang.

Wie stark Maik Politz in der Region verwurzelt ist, lässt sich auch daran messen, dass seine Tochter Marie nach einer Ausbildung in der Branche nun ihren Weg zu ihrem Papa findet. Am 1. Juli nimmt die 20-Jährige bei Politz-Autoteile ihre Arbeit auf. „Das macht mich stolz“, sagt Vater Maik dankbar. „Wir sind ein tolles Team.“ Und das soll auch nicht der letzte Dazugewinn im Mitarbeiterstab sein: Maik Politz sucht für die Zukunft noch ein, zwei Personen für den Telefonverkauf und als Fahrer.

Auf 3200 Quadratmetern erstreckt sich das neue Gelände von Politz-Autoteile im Wahrenholzer Gewerbegebiet.

Foto: Politz-Autoteile

Wer sich einen Eindruck von Politz-Autoteile machen möchte, hat dafür am 2. Juli ab 9 Uhr ausreichend Zeit. Im Sommer veranstaltet die Firma nämlich ihren Tag der offenen Tür. Um ihren Champions-League-Standort vorzustellen und zu zeigen: Wir gehören zu Wahrenholz! Bei einer Führung durchs Lager sind alle Interessierten dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Gestärkt wird sich bei einem Catering, Bratwurst und Steak, natürlich gibt‘s auch Bier und kalte Softdrinks. Richtig Spaß machen wird die Torschussanlage, wo sich Kinder und Erwachsene gegenseitig bei ihrer Schusskraft überbieten dürfen – „da will jeder der Beste sein“, ahnt Maik Politz ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen. Außerdem dürfen die Kinder sich auf einer Hüpfburg austoben und von einem Luftballonkünstler begeistern lassen. Und Maik Politz wäre nicht Maik Politz, wenn es nicht auch einen Zauberer geben würde – denn der Chef zaubert in seiner Freizeit selbst gern unter dem Pseudonym Magic Maik. Ein bisschen Las Vegas in Wahrenholz!

„Ich möchte das ganz Dorf einladen und alle Interessierten. Wir wollen einen richtigen Event-Tag veranstalten“, betont der Inhaber. Die lange Reise von Politz-Autoteile, von der Garage ins Gewerbegebiet, findet damit ihren vorzeitigen Höhepunkt. Möglich war das nur, weil Maik Politz sich auf seine Mannschaft verlassen konnte. Er beschwört: „Meine Jungs liegen mir am Herzen, die zerreißen sich. Und auch meinen Kunden möchte ich danken. Denn ohne sie wäre der Erfolg nicht möglich gewesen.“

Vielleicht sind es am Ende diese beiden Gründe, warum Maik Politz so glücklich ist: die Mitarbeiter und die Kunden. „Manche können sich sicherlich noch daran erinnern, wie man sich als Kind an Heiligabend gefühlt hat. So geht es mir jeden Tag“, meint der Inhaber mit einem Strahlen.

Politz-Autoteile
Im Gewerbegebiet 2, Wahrenholz
Mo. – Fr. 8.30 bis 18 Uhr
Sa. 8.30 bis 13 Uhr
info@politz-autoteile.de
www.politz-autoteile.de