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Heiz schon mal den Ofen auf 170 Grad vor - Die Gifhornerin Melissa Sanft präsentiert Euch ab sofort ihre liebsten Back-Rezepte

Malte Schönfeld Veröffentlicht am 09.04.2021
Heiz schon mal den Ofen auf 170 Grad vor - Die Gifhornerin Melissa Sanft präsentiert Euch ab sofort ihre liebsten Back-Rezepte

Die Gifhornerin Melissa backt für ihr Leben gern – und für KURT hat sie sich verdammt leckere Bienenstich-Cupcakes ausgedacht. Das Tolle daran: Wir haben Euch das Rezept abgedruckt!

Foto: Kira Sanft

Halb Deutschland hat sich in den vergangenen zwölf Monaten dem Kochen verschrieben. Es wurde richtig einer weggekocht – mit teils überraschend leckeren Ergebnissen. Zeit genug, sich auf ein neues Terrain zu begeben. Süße Plätzchen und Cookies, saftige Muffins mit Schokoladen-Splits, königliche Torten – wer kann schon von sich behaupten, das alles im Repertoire zu haben? Wohl die wenigsten. Zu diesen wenigen gehört aber definitiv Melissa Sanft. Die 20-jährige Gifhornerin backt für ihr Leben gern, ist von keinem Rezept abgeschreckt und probiert sich spielerisch immer wieder aus. KURT begleitet Gifhorns Back-Fan von nun an Monat für Monat, um Euch aus der Backparalyse zu befreien – denn Melissa liefert Euch die Rezepte direkt mit.

Kochen? Da winkt Melissa ab. Mit dem Kochen hätte sie es noch nie so richtig gehabt, sagt sie. Das Backen, das Backen wäre es schon immer gewesen. Als kleines Kind habe sie früher schon mit der Mama gebacken, ach was, auch schon mit der Oma. „Die hat die besten Berliner gemacht“, erinnert sich die junge Gifhornerin.

Irgendwie muss sich das vererbt haben. Denn noch heute steht Melissa in der Küche und backt was der Teig... ääh... was das Zeug hält. Zweimal die Woche, mindestens. Und die Gründe dafür können vielfältig sein. „Ich frage meine Familie, auf was sie Lust hat“, erklärt Melissa. „Meine Schwester Selina zum Beispiel, die liebt Kuchen über alles. Oder eine Banane ist überreif, dann gibt‘s schnell ein Bananenbrot. Die Ideen kommen mir zugeflogen. Es ist schwierig etwas zu backen, was es noch nicht gab. Also gucke ich mir Rezepte an und ändere etwas ab.“ Das nennt man dann wohl Küchenfreiheit.

So richtig angefangen hat die Lust aufs Backen so um 2015 rum, da war Melissa im Berufsvorbereitungsjahr. Im Hauswirtschaftsunterricht wurden Biskuitrollen, Rührkuchen und Pizzabrötchen angerichtet. Irgendwann hat sich diese Leidenschaft verselbständigt – und auch zu Hause durfte der Mixer heißglühen. „Backen ist ein kreatives Hobby, man kann sich gut ausprobieren“, meint Melissa. Im Winter hält sie sich viel an Schokolade und Marzipan, im Sommer darf es eher was mit Obst sein. Und immerzu sitzt die Familie auf der Bank der Jury. „Die sagen mir schon, wenn sie nicht zufrieden sind“, lacht die Gifhornerin.

Dass es mal jemandem nicht so mundet, passiert aber äußerst selten. Die Grundrezepte zieht sich Melissa aus alten Backbüchern, teilweise haben die schon 20 Jahre auf dem Buckel. Oder eben über Instagram. Da folgt Melissa einigen Profilen, die mit Backkunst glänzen. Die sind auf Deutsch, auf Englisch – oder sogar auf Russisch. „Ich verstehe da kein Wort, aber mit den Bildern habe ich mir das noch immer zusammengereimt bekommen“, lacht sie nun wieder.

Gerade während der vergangenen Monate, wo man pandemiebedingt in die eigenen vier Wände verbannt wurde, sei das Backen auch ein guter Ausgleich gewesen, meint Melissa: „Ich bin ja auch nicht acht Stunden am Tag spazieren.“ Recht hat sie. Und eben auch die nötige Kreativität, um sich im trauten Heim zu beschäftigen. Das Backen als Beschäftigungstherapie gegen die Langeweile.

Die leckeren Bienenstich-Cupcakes kann man problemlos auch in vegan backen.

Foto: Kira Sanft

Wichtig ist dabei natürlich auch die richtige musikalische Untermalung: Kiss sollte es doch bitte sein, oder H.E.a.T aus Schweden, Hardrock vom Allerfeinsten, Zeigefinger-und-kleiner-Finger-hoch-Mucke. Melissa: „Das gehört bei mir zum Backen mit dazu.“

Diesmal dazu gehörte auch Schwester Kira (19), die im Namen von KURT Melissa beim Backen der Bienenstich-Cupcakes fotografierte. „Wir hatten geschaut, was wir machen können, was auch die Leserinnen und Leser nachbacken könnten“, erklärt Melissa. Auch hier wurde wieder ein Rezept ausgewählt, was die Gifhornerin dann ummodellierte – nämlich in eine vegane Variante: „Ich trinke auch so keine Milch, und im Kuchen merkt man den Untersched sowieso nicht.“

Der Meinung war auch KURT-Herausgeber Bastian Till Nowak: „Schmeckt geil, schön fluffig.“

Rezept für Bienenstich Cupcakes

Schwierigkeitsgrad:
Dauer: 50 min
Portionen: 12

Zutaten
Teig:

200 g Mehl
100 g Zucker
130 ml Pflanzenmilch
80 ml Pflanzenöl
3 EL Speisestärke
2 TL Vanillepaste
1 Pck. Backpulver
1 Prise Salz

Belag:
150 g Mandelblättchen
100 g Butter oder Margarine
80 ml pflanzliche Schlagsahne
60 g Zucker
2 EL Agavendicksaft

Crème:
350 ml Pflanzenmilch
100 ml pflanzliche Schlagsahne
100 g Butter oder Margarine
3 EL Zucker
1 Pck. Vanillepuddingpulver

Zubereitung
1.Pudding aus Milch, Puddingpulver & Zucker kochen. Mit Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen.
2.Belag: Butter, Sahne & Zucker aufkochen. Mandelblättchen einrühren und für weitere 2 min. kochen lassen. Danach vom Herd nehmen.
3.Teig: Trockene Zutaten in eine Schüssel geben und mischen. Feuchte Zutaten dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
4.Teig auf Muffinförmchen verteilen. Einen großzügigen Teelöffel Mandelmasse auf jeden Muffin geben.
5.Im vorgeheizten Backofen bei 170°C (Umluft) für ca. 15-20 min. backen, bis die Mandeln goldbraun sind. Anschließend abkühlen lassen.
6.Die übrigen Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und goldbraun backen. Ebenfalls abkühlen lassen.
7.Crème: Sahne aufschlagen. Butter luftig aufschlagen und löffelweise den Pudding unterrühren. Sahne unterheben, alles in einen Spritzbeutel füllen und kalt stellen.
8.Muffins aus den Förmchen lösen und den oberen Teil abschneiden. Crème auf die untere Hälfte spritzen und die obere wie einen Deckel draufsetzen.