KURTs Sieben
7 Gründe, stinkewütend auf die Bahn zu sein: KURT wurde häufig am Bahnhof sitzengelassen, jetzt gibt‘s die Revanche
Malte Schönfeld Veröffentlicht am 26.09.2026
Die Liste an Ärgernissen und Gründen der Frustration, wenn man mit der Bahn fährt, ist lang. KURT möchte sich nun nichts mehr bieten lassen.
Foto: Adobe Stock/Pixabay/Magnific
Leise schiebt sich der Zug von Bahnhof zu Bahnhof, ganz ruhig und zügig fährt die Lokomotive mit ihren Waggons durch die Provinz, so wie eine Entenmama ihre Küken auf dem wellenlosen Weiher vom Ufer wegführt. So könnte es aussehen.
Doch die Realität ist leider ganz anders. Verspätungen ohne Ansage, kaputte Steckdosen, verfluchte Weitergabe von Informationen – so schlimm wie jetzt gerade war es schon lange nicht mehr. Auch im Landkreis Gifhorn.
KURT jedenfalls ist stinkewütend und brodelt wie ein Dampfkessel. Und deshalb hat er ganze 7 Gründe gefunden, die nun unbedingt angepackt gehören.
Jetzt stellt doch endlich Leute ein
Die Unpünktlichkeit ist kaum in Worte zu fassen. Nur 58,7 Prozent der Fernzüge erreichten in den ersten sechs Monaten des Jahres pünktlich ihr Ziel. Zugausfälle exklusive! KURT ballt die Faust und fordert moderne Züge, mehr Mitarbeiter und eine stärkere Reserve.
Foto: Adobe Stock
Normal spät
Im Nahverkehr sieht‘s kaum besser aus, denkt sich KURT, als er mal wieder in Gifhorn-Stadt am Bahnhof steht und seit 20 Minuten auf seinen Zug wartet. Wie kann eine Metropolregion überhaupt noch eingleisige Verbindungen haben? Den Anschlusszug wird er wohl verpassen – wie so häufig.
Foto: Adobe Stock
Selbst anpacken
Allgemein gilt: Das Schienennetz ist ganz schön in die Jahre gekommen. Jetzt soll groß investiert werden, mehr als 100 Milliarden Euro, hörte KURT. Na, ob das mal reicht, bezweifelt er und krempelt lieber gleich mal selbst die Ärmel hoch.
Foto: Pixabay
Irgendwie unbeteiligt
Was KURT auch schon passiert ist: Bei einem Zugausfall erkundigt er sich angewütet und doch bei Sinnen, was denn nun konkret der Grund sei. Die Zugbegleitung zuckt bloß die Schultern, sie wisse es doch auch nicht. Dann bring es halt in Erfahrung…
Foto: Magnific
Ich muss mal – warten
Manche Zuggesellschaft schafft es, Züge ohne auch nur eine funktionierende Toilette bereitzustellen. Samma, hackt‘s?, fragt KURT, der gerade anderthalb Liter Sprudel bei 35 Grad im Schatten weggeprügelt hat.
Foto: Pixabay
Es steht sich so schön
Unvergleichlich ist das Erlebnis, in einem proppevollen Zug zu stehen, nachdem vorher schon zwei Verbindungen ausgefallen sind. So nah wollte ich der Frau mit dem Angsthund eigentlich nicht kommen, sagt sich KURT im Stillen – und meditiert sich in eine bessere Welt.
Foto: Adobe Stock
Frech wie sonst was
Wenn man denkt, es geht nicht frecher, dann kommt der Bahn-Vorstand und jauchzt vor Glückseligkeit, man habe satte 147 Millionen Euro Gewinn gemacht. Warum noch mal muss Infrastruktur überhaupt Gewinne bringen? KURT platzt gleich vor Wut.
Foto: Magnific