Praktikum

Wie Schülerinnen und Schüler die Berufswelt entdecken: Emma und Lukas haben ein Praktikum bei KURT gemacht

Emma Sölter, Lukas Henke Veröffentlicht am 22.06.2022
Wie Schülerinnen und Schüler die Berufswelt entdecken: Emma und Lukas haben ein Praktikum bei KURT gemacht

Unsere Praktikanten Emma und Lukas bei der Arbeit.

Foto: Marieke Eichner

Nach langer Wartezeit und vielen Verschiebungen war es nun so weit: Schülerinnen und Schüler aus Gifhorn konnten endlich ihr zweiwöchiges Schülerpraktikum absolvieren. In diesem können sie in einen Beruf ihrer Wahl hineinschnuppern und diesen besser kennenlernen. So auch Emma Sölter und Lukas Henke der Klassenstufe 9 der IGS Gifhorn, die ihr Schülerpraktikum beim Gifhorner Stadtmagazin KURT verbrachten. Und im Zuge dessen haben sie Mitschülerinnen und Mitschüler interviewt, um den Fragen nachzugehen: Was passiert bei Euch, was hat Euch gefallen und wäre dieser Beruf vielleicht sogar etwas für später?

Daniel Macht absolvierte sein Schülerpraktikum bei der Immanuel-Schule in Gifhorn. Der 15-jährige Gifhorner entschied sich dafür, da er wichtige Kenntnisse über die Arbeit mit Kindern lernen wollte, welche er später in sozialen Berufen nutzen kann. Und die Arbeit mit den Kindern machte ihm viel Spaß: „Ich mag die Ruhe hier und wie man den Schülerinnen und Schülern etwas beibringen kann, was sie später einmal nutzen können, wenn sie in der Schule einmal so weit sind, wie man selbst.“

Für sein Schülerpraktikum verbrachte Daniel Macht zwei Wochen in der Gifhorner Immanuel-Schule.

Foto: KURT Media/Lukas Henke

Auch die Schulleiterin Wiebke Sundermeier ist von dem Schülerpraktikum begeistert: „Es fühlt sich nicht so an, als würde man den Praktikanten etwas erklären, sondern als würden sie selber lernen und den Beruf von sich aus kennenlernen.“ Das Praktikum entlaste auch die Schule, erklärt die Schulleiterin, da sie so einen Mitarbeiter mehr habe, welcher die Schülerinnen und Schüler unterrichte und ihnen etwas beibringe.

Als nächstes besuchten Emma und Lukas ihre Mitschülerin Johanna Düfer. Das Schulpraktikum der IGS Gifhorn absolvierte die 15-jährige Gifhornerin beim Gifhorner Handwerksbetrieb BMT Eric Hegenbart. Sie habe sich für einen Handwerksberuf aufgrund der fehlenden Vielfältigkeit in anderen Berufsbereichen und dem Verlangen des eigenständigen Arbeitens entschieden. „Außerdem hatte ich Vorkenntnisse in diesem Bereich, da ich schon Vogelhäuser und einen kleinen Schrank selbst gebaut habe“, verrät Johanna.

Johanna Düfer verbrachte ihr Praktikum bei BMT Eric Hegenbart und baute ihren eigenen Bilderrahmen.

Foto: KURT Media/Lukas Henke

Auch bei BMT Eric Hegenbart entwirft Johanna eigene Werke – wie zum Beispiel ein Frühstücksbrett und einen Bilderrahmen – und stellte diese mit Hilfe des vielfältigen Werkzeugangebotes, welches dieses Arbeitsfeld bietet, fertig. Besonders die letzten Arbeitsschritte machten Johanna Spaß: „Wenn man mit dem Schleifen beginnt, ist das Produkt gleich fertig. Das ist echt spannend und man sieht, was man geschafft hat.“

Voller Begeisterung berichtet Johanna von ihrem Praktikumsbetrieb: „Ich lerne hier so viel. Auch wenn es körperlich echt anstrengend sein kann, man arbeitet ja meist im Stehen. Aber die Leute sind sehr sympathisch und zeigen mir viel. Ich habe einen guten und umfassenden Eindruck von dem Beruf des Tischlers bekommen.“

Ihr Praktikum absolvierte Lara Ramme in der Autowerkstatt ATU. Da muss man auch mal das Reifenprofil prüfen.

Foto: KURT Media/Lukas Henke

Zufrieden ist auch Rouven Reimann, Geselle bei BMT Eric Hegenbart. „Mir ist wichtig, dass Praktikanten alle Facetten des Berufes kennenlernen und aktiv mitarbeiten können“, erklärt er. Die Praktikanten arbeiten selbständig an kleinen Projekten und lernen den Umgang mit vielen Werkzeugen kennen. Auch soll laut Rouven Reimann die Vielfältigkeit des Berufes vermittelt werden – was in diesem Betrieb auf jeden Fall gelingt!

Und dann war da noch Lara Ramme. Wie schon Johanna hatte auch die 14-jährige Isenbüttelerin Interesse an einem Handwerksberuf – und besuchte daher die Autowerkstatt ATU in Gifhorn. Auch wenn sie vorher noch nicht mit dem Werkeln und Tüfteln an Autos zu tun hatte, war ihr Interesse dennoch riesig. In der Werkstatt fühlte sie sich zwar wohl, aber mit den Gerüchen der Öle hatte sich das auch ganz schnell wieder geändert. Äußerst positiv, so Lara: „Ich durfte sogar in einer Corvette mitfahren.“ Im Laden lernte sie außerdem Etiketten anzubringen und die Inventur zu machen, zudem hatte Lara Kontakt zu den Kundinnen und Kunden und half an der Kasse.

Doch auch trotz der großen Begeisterung, des Interesses an Autos und der spannenden Lagerlogistik kann sie sich nicht vorstellen, später in einem solchen Beruf zu bleiben. „Aber eine Ausbildung würde ich da schon machen, nur um die sympathischen Mitarbeiter wiederzusehen“, scherzt Lara. Sie sieht das Praktikum daher eher als Lebenserfahrung.