Gesundheit

Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni: Chefarzt Sascha Szoltysik vom Helios Klinikum Gifhorn klärt auf

Redaktion Veröffentlicht am 29.05.2026
Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni: Chefarzt Sascha Szoltysik vom Helios Klinikum Gifhorn klärt auf

Nimmt sich am Aktionstag gegen den Schmerz genug Zeit für Betroffene und Interessierte: Dr. med. Sascha Szoltysik, Chefarzt der Schmerzklinik im Helios Klinikum Gifhorn.

Foto: Veranstalter

Am Dienstag, 2. Juni, ruft die Initiative der deutschen Schmerzgesellschaft zum bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz auf. Hintergrund ist die oft unzureichende Versorgung chronisch schmerzkranker Menschen. Auch die Schmerzklinik des Helios Klinikums Gifhorn beteiligt sich: Ab 17.30 Uhr begrüßt Dr. med. Sascha Szoltysik Betroffene und Angehörige im Konferenzraum 2 des Klinikums. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Station kennenzulernen und mit dem interdisziplinären Team ins Gespräch zu kommen. Neben Fachkräfte aus Physiotherapie, Psychotherapie und Pflege für Fragen zur Verfügung.

Herr Dr. Szoltysik, warum braucht es eine eigene Schmerzklinik?

Wir sprechen von langanhaltenden, chronischen Schmerzen, die keine bloße Begleiterscheinung sind, sondern eine eigenständige Erkrankung. Bei vielen Betroffenen baut sich ein Leidensdruck auf, bevor sie endlich die richtige Behandlung erhalten. Genau deshalb setzen wir auf eine strukturierte, interdisziplinäre Schmerztherapie mit individueller Diagnostik und ein Team aus mehreren Fachrichtungen.

Was ist das Besondere an Ihrem Ansatz?

Wir behandeln Schmerzen multimodal. Das bedeutet, dass medizinische, physiotherapeutische und psychologische Bausteine individuell kombiniert werden. Entscheidend ist, die Ursachen und persönlichen Einflussfaktoren des Schmerzes genau zu verstehen.

Welche Patientinnen und Patienten kommen zu Ihnen?

Zu uns kommen Menschen mit langanhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen, etwa bei Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Arthrose, Fibromyalgie oder rheumatischen Erkrankungen. Häufig wirken sich ihre Beschwerden auf Bewegung, Schlaf und letztlich die Lebensqualität aus.

Behandeln Sie auch Kinder?

In Gifhorn liegt unser Schwerpunkt auf erwachsenen Patientinnen und Patienten. Wir bereiten aktuell im Helios Klinikum Uelzen jedoch die Eröffnung eine Kinderschmerzklinik vor. Der Bedarf ist auch bei Kindern da, bisher mussten Betroffene mit stationärem Behandlungsbedarf jedoch weite Wege zurücklegen.

Wie läuft die Behandlung konkret ab?

Am Anfang steht immer eine sorgfältige Abklärung. Darauf aufbauend entwickeln wir ein individuelles Therapiekonzept. In der stationären Behandlung greifen verschiedene Maßnahmen wie Bewegungstherapie, Schmerzbewältigung und Entspannungsverfahren eng ineinander.

Warum ist dieser ganzheitliche Blick so wichtig?

Chronischer Schmerz hat oft viele verschiedene Ursachen. Neben körperlichen Faktoren spielen auch Stress, Belastung und langjährige Schmerzerfahrungen eine Rolle. Wenn wir all das berücksichtigen, steigen die Chancen, die Schmerzen besser zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Was möchten Sie Betroffenen mitgeben?

Chronische Schmerzen müssen ernst genommen werden – und es gibt Hilfe. Niemand sollte sich damit abfinden, dauerhaft eingeschränkt zu sein. Je früher eine passende Schmerztherapie beginnt, desto besser lassen sich positive Veränderungen erreichen. Einen ersten Eindruck können Sie sich am 2. Juni 2026 bei uns im Helios Klinikum Gifhorn verschaffen.

Info-Veranstaltung zum Tag gegen den Schmerz mit Dr. med. Sascha Szoltysik
Dienstag, 2. Juni, 17.30 Uhr
Helios Klinikum, Campus 6, Gifhorn
helios-gesundheit.de


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