MTV Gifhorn

Spaß macht der neue MTV

Jens Neumann Veröffentlicht am 22.08.19
Spaß macht der neue MTV

Die Fußballer vom MTV Gifhorn jubelten gemeinsam mit ihren Fans.

Foto: Michael Theuerkauf/regios24

Der Auftakt ist gemacht – und er hat eines deutlich gezeigt: Der neue MTV macht Spaß! Die Gifhorner Oberliga-Fußballer, die mit einer runderneuerten Mannschaft in die Saison 2019/2020 gestartet sind, begeisterten die Zuschauer im GWG-Stadion sowohl im Achtelfinale des Niedersachsen-Pokals, in dem Lupo Martini Wolfsburg mit 5:4 nach Elfmeterschießen ausgeschaltet wurde, als auch im ersten Punktspiel gegen den TuS Bersenbrück, als es nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2-Remis gegen den Vorjahresfünften gab.

Ganze 15 Abgänge hatten die Schwarz-Gelben zu verzeichnen – 14 Neuzugänge stehen demgegenüber, sieben Akteure blieben zudem. „Wir haben darauf geachtet, dass wir Spieler bekommen, die Lust auf Fußball und Bock auf diesen Verein haben. Wir haben diesen Kader so mit voller Überzeugung zusammengestellt“, betont MTV-Coach Michael Spies. „Wir wollen eine intakte Mannschaft, die Gas gibt. Der Teamgeist wird groß geschrieben.“

Genau das bewies der MTV in seinen ersten Pflichtspiel-Auftritten. Gegen Lupo Martini, den favorisierten Regionalliga-Absteiger um Ex-Trainer Uwe Erkenbrecher, ließen sich die Gifhorner auch von einem frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen, sondern taten das, was Spies eben fordert: Sie gaben Gas, Vollgas sogar! Der 1:1-Ausgleich und das Weiterkommen waren der verdiente Lohn für einen leidenschaftlichen Auftritt.

Im ersten Punktspiel gegen den TuS Bersenbrück sollte es für die Schwarz-Gelben dann zunächst noch schlechter laufen: Trotz eines Chancenplus’ ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine. Doch wieder bewies die Truppe, dass sie eine echte Einheit ist, eine tolle Moral beweist und kam noch zum verdienten 2:2-Ausgleich. Und letztlich wäre sogar noch mehr drin gewesen. „Wir müssen das Spiel nachher trotzdem noch gewinnen, hatten zwei Riesenchancen durch Edwin Berg. Von daher haben wir heute eher zwei Punkte verloren“, sagte der Coach – und seine Schützlinge sahen es allesamt genauso.

„Es macht richtig Bock, mit den Jungs zu spielen“, hob MTV-Kapitän Tobias Krull hervor. „Der Teamgeist ist super, alle ziehen an einem Strang und geben Gas. Und wenn das so ist, dann kann man auch mal den einen oder anderen Fehler verzeihen“, merkte die Nummer 1 im Gifhorner Tor an.

Und das spüren die Fans der Schwarz-Gelben offenbar auch: „Die Stimmung war super“, stellte Coach Spies nach den ersten Heimspielen fest. So gab es nach dem 2:2 gegen Bersenbrück beispielsweise anerkennenden Applaus für die Spieler, die alles gegeben und das Publikum so mitgenommen hatten. Selbst weit nach Spielschluss standen Akteure und Fans noch zusammen, ließen die 90 Minuten gemeinsam Revue passieren.

„Ich hoffe, dass die Stimmung überschwappt und uns durch die Saison begleitet“, stellte Michael Spies fest, der den „Nicht-Abstieg“ klar als Saisonziel ausgegeben hat. Mit dem neuen Teamgeist und dem Tempospiel soll das in einer „brutal starken Oberliga“ erreicht werden. „Ich glaube, dass wir in der Offensive deutlich flexibler und auch schneller geworden sind. Wir bringen eine gute Geschwindigkeit und ein gutes Umschaltspiel mit – das ist wichtig in der Liga.“

MTV-Coach Michael Spies zusammen mit seinem Mittelfeldspieler Charlie Kolmer.

Foto: Michael Theuerkauf/regios24

Die Zugänge des MTV Gifhorn: Friedrich Filikidi (zuvor beim MTV Gamsen), Fabian Schröder (MTV Isenbüttel), Jovan Hoffart (Arminia Hannover), Mario Petry (SC RW Volkmarode), Luis Prior Bautista (VfV Hildesheim), Malte Leese (SV Gifhorn), Eren Kocak (SV Lengede), Stefan Wolf (BSC Acosta), Elvir Zverotic (Lupo Martini Wolfsburg), Dennis Dubiel (SSV Vorsfelde), Volkan Öztürk, Marius Martinowski, Edwin Berg, Lasse Denker (alle eigene U19). Sie und die sieben Gebliebenen dürfen sich als nächstes beim Spiel am Altstadtfest-Samstag im GWG-Stadion an der Winkeler Straße beweisen.