Empowerment

Pride-Month in Gifhorn: Die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft hisst die Regenbogenflagge

Redaktion Veröffentlicht am 30.06.2021
Pride-Month in Gifhorn: Die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft hisst die Regenbogenflagge

Die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft (GWG) bekennt Farbe und hisst anlässlich des „Pride-Months“ die Regenbogenfahne.

Foto: Çağla Canıdar

„GWG flaggt für Akzeptanz, Respekt, Offenheit und Vielfalt“, erklärt die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft (GWG) in einer Pressemitteilung. Denn an zwei Geschäftgebäuden weht anlässlich des „Pride-Months“ die Regenbogenfahne. Sie ist das Symbol der LGBTQ-Bewegung, die traditionell im Juni an den Aufstand der Schwulen- und Lesbenszene in New York 1969 erinnert.

„Wir flaggen die Regenbogenfarben an unserem GWG-Service-Zentrum am Alten Postweg und an unserem GWG-Treffpunkt 53 am Dannenbütteler Weg. Damit geben wir ein klares Statement für mehr Akzeptanz, Respekt, Offenheit und Vielfalt“, so der GWG-Geschäftsführer Andreas Otto.

„Dieses sichtbare Zeichen spiegelt auch die seit Jahrhunderten im Genossenschaftswesen verwurzelten und somit auch in unserer GWG bestehenden Grundwerte wider“, findet Andreas Otto. „Schon Friedrich Wilhelm Raiffeisen – einer der genossenschaftlichen Gründerväter – wusste vor über 200 Jahren, dass Toleranz, Respekt, Barmherzigkeit und Frieden die Grundlagen einer funktionierenden Gesellschaft sind.“

Der Gay-Pride-Month – oder auch LGBTQ-Pride-Month – wird traditionell im Juni gefeiert. Historischer Hintergrund ist der sogenannte Stonewall-Aufstand. In den 60ern kam es in den USA immer wieder zu diskriminierenden Razzien in Bars, Clubs und Kneipen der Schwulen- und Lesbenszene. Dabei wurde die Identität der Gäste festgestellt, zum Teil veröffentlicht, es kam zu Verhaftungen und Anklagen wegen „anstößigen Verhaltens“.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 fand eine solche Razzia im „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in New York statt. Bis zu diesem Tag verliefen die Razzien meist ruhig und wirkten sich positiv auf die Verhaftungszahlen aus. Doch im Stonewall-Inn widersetzten sich die Gäste den Polizeikräften und vertrieben diese aus der Bar.

Der Stonewall-Aufstand führte zu einer breiten Solidarisierung in der New Yorker Szene und in den Folgetagen schlossen sich viele Menschen dem Widerstand gegen die Polizei an. Im folgenden Jahr 1970 wurde im Gedenken an den Stonewall-Aufstand eine Demonstration in New York veranstaltet: Der Christopher-Street-Day (CSD), der bis heute weltweit im Sommer gefeiert wird.