Feuer

Polizei: Abgebranntes Gebäude in Gamsen war keine Asylbewerberunterkunft

Bastian Till Nowak, Çağla Canıdar Veröffentlicht am 15.01.2020
Polizei: Abgebranntes Gebäude in Gamsen war keine Asylbewerberunterkunft

Bei dem abgrannten Gebäude an der Hamburger Straße in Gamsen handelt es sich nicht um eine klassische Asylbewerberunterkunft, das teilte jetzt die Polizei Gifhorn mit.

Foto: Michael Uhmeyer

Die Polizeiinspektion Gifhorn hat Angaben korrigiert, die noch in der Nacht des Brandes vor Ort gemacht worden sind: Bei dem abgrannten Gebäude an der Hamburger Straße in Gamsen handelt es sich demnach nicht um eine klassische Asylbewerberunterkunft – solche gebe es aktuell wohl im gesamten Landkreis Gifhorn überhaupt nicht mehr, erläutert Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter. Geflüchtete Menschen lebten dennoch in dem Gebäude, das in der Nacht zu Montag in Flammen aufging.

„Dieses Haus an der Hamburger Straße war ein “normales„ Mehrfamilienhaus eines privaten Eigentümers“, konkretisiert Thomas Reuter. „Die Mieter waren unterschiedlicher Nationalitäten – von deutsch bis nigerianisch.“ Nach Angaben des Gifhorner Polizeisprechers befanden sich auch einige Asylbewerber unter den Bewohnern des Gebäudes, aber auch ankernannte Flüchtlinge sowie Menschen, die von Geburt an die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Thomas Reuter, Polizeisprecher der Polizei Gifhorn.

Foto: privat

Zu den Ursachen des Feuers, zu dem die Feuerwehren aus Gamsen, Gifhorn und Kästorf am frühen Montagmorgen um 2.16 Uhr gerufen wurden, kann die Polizeiinspektion Gifhorn nach wie vor keine abschließenden Auskünfte geben. Die Untersuchungen gehen weiter, für die nächsten Tage wird mit dem Einsatz eines weiteren Spezialisten, der eigens dafür anreisen soll, gerechnet.

Elf Menschen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs noch in dem Gebäude. Alle konnten rechtzeitig gerettet werden, drei Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Gifhorner Klinikum. Neun der zehn Wohnungen in dem Gebäude waren nach Polizeiangaben bewohnt. Der Gebäudeschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Transparenzhinweis: Die KURT-Redaktion bittet für die anfänglich nicht ganz richtige Berichterstattung um Verzeihung. Die Auskunft, dass es sich bei dem abgebrannten Gebäude um eine Asylbewerberunterkunft handelte, wurde dem KURT-Fotografen noch in der Nacht des Feuers vor Ort gegeben. Die Redaktion hat diese Information vor der Online-Veröffentlichung am Montag nicht nochmals auf anderem Wege verifiziert, sondern die Angaben wie vor Ort mitgeteilt veröffentlicht. Mit diesem Artikel soll zur Konkretisierung des Sachverhaltes beigetragen werden. Über das noch ausstehende Untersuchungsergebnis zur Brandursache wird KURT weiterhin informieren.