MTV Gifhorn

Mit Derbysieg gegen Lupo Martini gelingt angeschlagenem MTV Gifhorn der Auftakt ins neue Jahr

Jens Neumann Veröffentlicht am 10.02.2020
Mit Derbysieg gegen Lupo Martini gelingt angeschlagenem MTV Gifhorn der Auftakt ins neue Jahr

Die Schwarz-Gelben ließen sich nach dem 3:1-Erfolg vor der Tribüne feiern.

Foto: Sebastian Priebe/regios24

Der Auftakt ist gemacht – der Auftakt ist geglückt! Im ersten Pflichtspiel des Jahres 2020 feierten die Oberliga-Fußballer des MTV Gifhorn einen 3:1 (0:0)-Derbysieg gegen Lupo Martini Wolfsburg und fuhren damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ein. Durch diesen Erfolg zogen die Schwarz-Gelben zudem in der Tabelle wieder an den Gästen von der Kreuzheide vorbei.

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey...“: So schallte es von den Rängen im GWG-Stadion, das mit rund 500 Zuschauern gut gefüllt war – und eine Premiere erlebte. Denn erstmals wurden die Gastgeber vom neu gegründeten Fanclub „Commando Gifhorn“ angefeuert, der schon am Freitag als „Einstimmung“ extra beim Abschlusstraining dabei war und somit für eine besondere Motivationsspritze gesorgt hatte. Die Mannschaft bedankte sich nach dem Sieg auf ihre Weise dafür, feierte diesen Derbysieg mit der „Humba“ und tanzte ausgelassen vor den Fans.

Doch der Reihe nach. Der Gast von der Kreuzheide trat im ersten Spiel unter Trainer-Rückkehrer Giampiero Buonocore mit Rückenwind an – und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen mit der Empfehlung des 2:0-Erfolgs bei der Generalprobe gegen Regionalligist Lüneburger SK Hansa, zum anderen mit dem Wind im Rücken in der ersten Halbzeit – und der hatte es als Vorbote des Orkantiefs „Sabine“ in sich.

Der Trainer und der Matchwinner: Michael Spies (rechts) herzt Doppel-Torschütze Elvir Zverotic.

Foto: Sebastian Priebe/regios24

Kein Wunder also, dass die Wolfsburger in Durchgang 1 auch die spielerisch bessere und überlegene Mannschaft waren, die nach einer Phase des Abtastens die klareren Chancen besaß – durch zwei ehemalige Gifhorner. Ein Flachschuss von Gracjan Konieczny (31.) strich knapp am MTV-Tor vorbei. Zudem hielt Torwart Tobias Krull gleich zweimal die Null fest, als er gegen Timon Hallmann (35., 38.) zur Stelle war und die Großchancen vereitelte. Das 0:0 zur Pause schmeichelte eher den Hausherren.

„Wir wollten in der ersten Halbzeit gut stehen, die Null halten bei dem Wind. Dann kommen wir aus der Pause und kriegen gleich so einen Nackenschlag“, meinte MTV-Routinier Elvir Zverotic über das Traumtor von Andrea Rizzo zum 0:1 (50.). Doch in der Folgezeit war es ausgerichtet Zverotic selbst, der im Duell mit seinem Ex-Klub – neun Jahre hatte er das Lupo-Trikot getragen – die Hauptrolle spielen sollte.

Mit einem verwandelten Foulstrafstoß (73.) gelang Zverotic der 1:1-Ausgleich, fünf Minuten später schloss der 30-Jährige einen Konter zur 2:1-Führung für Gifhorner ab. Und Arne Jaeger sorgte fünf Minuten vor dem Abpfiff mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung – der Rest war schwarz-gelber Jubel!

„Es war ein Sieg der Leidenschaft“, meinte MTV-Coach Michael Spies, dessen Elf nach dem Ausgleich so richtig aufdrehte: „Danach war die Mannschaft gierig, wollte unbedingt den Dreier. Nach dem 1:1 war der Glaube bei uns wieder da – und bei Lupo die Angst.“ Ähnlich sah es Matchwinner Zverotic, der ein Sonderlob von Spies bekam: „ „Elvir war überragend. Aber so hat er auch trainiert. Wir haben immer gewusst, dass er wahnsinnig wichtig für uns werden kann, wenn er mitzieht.“ Zverotic selbst sagte: „Ich muss der Mannschaft aber ein Lob aussprechen. Die Jungs haben daran geglaubt, wollten unbedingt gewinnen, haben gekratzt – das war schon geil.“

Diesen Glauben, diese Leidenschaft, diese Gier müssen die Schwarz-Gelben nun auch in den kommenden Spielen beweisen, die ebenfalls äußerst wichtig im Kampf um den Klassenerhalt sind. Mit den Auswärtspartien beim TB Uphusen (16. Februar) und beim BSV Kickers Emden (1. März) sowie dem Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel (23. Februar, 15 Uhr) stehen nun drei weitere sogenannte „Sechs-Punkte-Spiele“ auf dem Programm, in denen es gegen direkte Konkurrenten geht. Also: Weiter so, MTV!