MTV Gifhorn

Coach Spies tut's ein bisschen weh

Jens Neumann Veröffentlicht am 20.09.19
Coach Spies tut's ein bisschen weh

MTV Gifhorn: Das neue Mannschaftsfoto.

Foto: Jens Semmer/regios24

„Es tut schon ein bisschen weh“, sagt Michael Spies, wenn er auf die ersten Saisonspiele seiner Oberliga-Fußballer des MTV Gifhorn zurückschaut. Und damit meint der Trainer der Schwarz-Gelben keineswegs die Leistungen seiner Schützlinge, denn die waren zumeist gut. Nein, es geht ihm dabei und allein um die bisherige Ausbeute.

Hoher Aufwand – geringer Ertrag: So könnte man die ersten sechs Partien der Gifhorner zusammenfassen. „Wir hätten drei, vier Punkte mehr haben müssen“, meint der 54-jährige MTV-Coach Spies, der lediglich das 3:3-Remis seiner Man-
nen beim Regionalliga-Absteiger 1. FC Germania Egestorf-Langreder unter der Kategorie „Bonuspunkt“ verbucht. Kein Wunder, schließlich lagen die Gifhorner dort nach 69 Minuten mit 0:3 im Rückstand.

MTV-Coach Michael Spies ist mit der Ausbeute noch nicht zufrieden.

Foto: Michael Uhmeyer/regios24

Sechs Spiele, nur eine Niederlage – das klingt ja erst einmal positiv. Auf der anderen Seite stand für den MTV aber eben auch nur ein Sieg zu Buche, das furiose 3:0 gegen den damaligen Spitzenreiter SV Arminia Hannover. Das 1:1 im vergangenen Heimspiel gegen den TB Uphusen war dagegen bereits das vierte Unentschieden der Schwarz-Gelben in der Punktspielserie. Und nimmt man die beiden NFV-Pokal-Spiele mit dazu, die nach 90 Minuten jeweils 1:1 gestanden hatten, dann sind die Gifhorner schon jetzt die Remis-Könige. Doch Unentschieden bringen einen im Zeitalter der Drei-Punkte-Regelung eben nicht wirklich weiter – deswegen tun die Ergebnisse Michael Spies eben „schon ein bisschen weh“.

Gegen Bersenbrück spielte sein Team stark, kam nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2-Remis. „Aber das Spiel hätten wir nachher auf jeden Fall noch gewinnen müssen“, unterstreicht Michael Spies. Und auch im Nachbarschaftsduell bei Lupo Martini Wolfsburg war mehr drin als nur ein 1:1 – „wir hatten deutlich mehr Chancen“, hebt der MTV-Coach hervor und trauert den vergebenen Möglichkeiten hinterher.

Die Konsequenz daraus ist denkbar einfach: „Wir hätten uns schon Luft nach unten verschaffen können. Nun ist es aber erst einmal so, dass wir weiterhin den Blick strenger nach unten richten werden“, meint Michael Spies und merkt gleich an: „Die Aufgaben werden nicht leichter. Aber wir wollen einfach weiter nach vorne gucken.“

Und da reicht der Blick sogar bis nach Ostfriesland... Der nächste Gast des MTV Gifhorn kommt schließlich aus der Geburtsstadt von Otto Waalkes. Der BSV Kickers Emden, langjähriger Regionalligist, tritt am Sonntag, 22. September, in Gifhorn an – und kann den Schwarz-Gelben irgendwie auch als Vorbild dienen. Denn auch wenn die Emdener an den ersten sechs Spieltagen zwei Niederlagen mehr kassierten als unser MTV, fuhren sie zwei Zähler mehr ein und reihten sich als Aufsteiger in der oberen Tabellenhälfte ein.