150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Gifhorn

Bruno Brenzlig verstärkt die Gifhorner Feuerwehr

Bastian Till Nowak, Michael Uhmeyer Veröffentlicht am 24.08.19
Bruno Brenzlig verstärkt die Gifhorner Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn hat jetzt ein neues Maskottchen: Bruno Brenzlig. In dem Kostüm stecken entweder die Schöpferin Anne Maiwald oder ihre Cousine Larissa Schorsch – „damit der Schweiß in der Familie bleibt“, lachen die beiden.

Foto: Michael Uhmeyer

Bruno Brenzlig heißt der neue Kamerad: Zuverlässig und friedliebend ist er, in seiner Ruhe liegt die Kraft, er kann aber auch mal flippig sein, kräftig ist er allemal – und ein wahrer Freund ist er auch. Bruno Brenzlig ist ein Bär; und Ortsbrandmeister Maik Schaffhauser hat ihn im Rahmen eines Übungsdienstes jetzt offiziell als neues Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn willkommen geheißen.

Viele Menschen bringen aus ihrem Sommerurlaub zahlreiche Souvenirs mit. Anne und Frank Maiwald entdekten gleich eines mit praktischem Nutzen: 2018 waren sie in Ratekau an der Ostsee – und bei der dortigen Feuerwehr lernten sie deren Maskottchen Flori Feuer kennen, einen grünen Drachen.

Mit diesen Skizzen von Anne Maiwald hat alles angefangen.

Foto: privat

Vater und Tochter waren sich sofort einig: Das ist auch eine tolle Idee für das Jubiläum der Gifhorner Feuerwehr in diesem Jahr – und Anne entwickelte ein eigenes Maskottchen. Dafür nahm sie aus dem Logo der 2014 gegründeten Gifhorner Kinderfeuerwehr den Bären. Anne fertigte erste Entwurfszeichnungen: „Das Kommando der Gifhorner Wehr war mit der Idee und dem Bären sofort einverstanden“, freuen sich Anne und Frank Maiwald heute noch.

„Mit Unterstützung aus Ratekau fanden wir dann einen renommierten Hersteller für Maskottchen in Kleve“, erklärt Frank Maiwald. Gemeinsam mit Anne entstand dort der jetzt vorgestellte Bruno Brenzlig. „Sein Aussehen ist der Uniform der Gifhorner Feuerwehr angeglichen und damit unverwechselbar“, freut sie sich. Den Namen des neuen Maskottchens entschieden übrigens die Kinder der Gifhorner Kinderfeuerwehr im Rahmen eines Wettbewerbs: „Aus 14 Vorschlägen entschieden sie sich mit großer Mehrheit für Bruno Brenzlig“, berichtet Ortsbrandmeister Maik Schaffhauser.

Wasser marsch: Bruno Brenzlig ist jetzt festes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn.

Foto: Michael Uhmeyer

In dem neuen Maskottchen steckte von Anfang an Anne selbst. Mittlerweile erhält sie kräftige Unterstützung von ihrer Cousine Larissa Schorsch. „In dieser Figur kann nicht jeder auftreten“, sind sich beide einig. Denn: „Wir haben Verantwortung – im Namen der Feuerwehr“, erklärt Larissa. „Und damit der Schweiß in der Familie bleibt“, lacht sie. Denn in dem Kostüm ist der Einsatz sehr anstrengend. Besonders durch die Hitze darin. Sogar ein kleiner Ventilator ist deshalb eingebaut.

Auch nach dem Jubiläum soll Bruno Brenzlig zu Gifhorn und zur Gifhorner Feuerwehr gehören: Er wird dann vor allem in der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen, bei ausgewählten Einsätzen der Kinderfeuerwehr und bei offiziellen Anlässen eingesetzt. Einen ersten öffentlichen Testeinsatz hatte er bereits beim großen Umzug am Sonntag des Gifhorner Schützenfestes – dort wurde er begeistert aufgenommen.

Bruno Brenzlig macht sich auch am Funkgerät gut.

Foto: Michael Uhmeyer

Frank und Anne Maiwald kleiden den Bären ein.

Foto: Michael Uhmeyer

„Speziell zum Jubiläum wurde eine auf 500 Stück limitierte Edition von Bruno als kleines Kuscheltier aufgelegt“, verrät Frank Maiwald. Die kleinen Kuschel-Brunos sind dann während des Festwochenendes bei der Gifhorner Feuerwehr zu haben. Außerdem sollen künftig auch immer ein paar der Plüschtier-Versionen von Bruno Brenzlig im Einsatzleitwagen der Feuerwehr mitfahren – den Grund erklärt Ortsbrandmeister Maik Schaffhauser: „Um Kindern in einer Notsituation wenigstens einen kleinen Trost spenden zu können.“